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Woher kommt der Ton, auf dem wir stehen?
  Silke Kowalski
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Aus der Geschichte der Elbmarschkultur wissen wir, daß vor ca. 1,5 Mio. Jahren, im Quartär, in der Abteilung - Nacheiszeit - oder Alluvium, die heutigen Landschaftsformen entstanden. Im Urstromtal der Elbe floß das trübe Schmelzwasser der abtauenden Gletscher der Küste zu. Kies und Sand lagerten sich bereits in der Nähe des Eisrandes breitflächig zwischen den diluvialen Sandinseln wieder ab. Feinere, vom Wasser mitgeschwemmten Stoffe gingen als Alluvium zu Boden. Abgesetzte Massen lagerten sich in Schichten übereinander. Die schweren Stoffe, wie Schlicksand und Lehm bildeten an den Rändern einen niedrigen Wall. Hinter diesem Wall floß das Wasser sehr langsam. Tonige Teilchen, wie Schlickton oder Klei setzten sich ab. Die stärksten Ablagerungen sind in den ursprünglich tiefen Rinnen zwischen den Talsandinseln, in den alten Wasserläufen der Elbe zu finden.

So wundert es uns nicht, daß der Bodenschatz Ton/Lehm in der Elbmarsch die Ziegeleien aufblühen ließ. Eintragungen auf alten Karten weisen im Amt Neuhaus auf ehemalige Ziegeleien in Bohnenburg, Tripkau Bitter, Popelau, Gülstorf, Neuhaus und Preten hin.
 

Was ist Ton?

Ton entsteht als Verwitterungsprodukt von Silikatgestein, ein Gemisch verschiedenster Mineralteilchen, verwittertem Quarz, Feldspat und Glimmer, Humus. Durch seine Wasseraufnahmefähigkeit wird der Ton zu einem formbaren Rohstoff für die Ziegelei und Töpferei. Ist der Ton mit feinem Quarzsand gemengt, sprechen wir von Lehm. Der Gehalt an Eisenverbindungen beeinflußt die Färbung des Tons (gelbbraun, rotbraun, blau bis schwarz). Wir verwenden den hiesigen rotbraun brennenden Ziegelton. Den eigentlichen Wert, die Wasser- und Feuerfestigkeit, erhält der Rohstoff Ton durch das Brennen.

   
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